So ist die Lady richtig gekleidet

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8 Monate 2 Tage her #10 von Mrs Katelyn
Mrs Katelyn erstellte das Thema So ist die Lady richtig gekleidet
Die richtige Unterwäsche zu Anfang schwarze Wollstrümpfe (oder für den Sommer Seidenstrümpfe) mit Strumpfbändern und oben drauf ein Camisole (Weit geschnittenes, körperfernes Hemd, meist mit schmalen Trägern und tiefem Rücken).

Dazu dann den Liebestöter - eine weite spitzenbesetzte Unterhose, mit seeeehr langem, offenem Zwickel (ein wenig über dem Knie) und großer Beinfreiheit. (gibt es aber auch zugenäht).

Darüber trägt Frau dann das maßgeschneiderte Schnürmieder - einatmen, Bauch einziehen und fertig. Unbedingt notwendig, damit die Kleider auch wirken, wie sie sollen - verhilft einem auch zu der nötigen eleganten Haltung und entlastet den Rücken ungemein.
Mieder wurden ständig und von allen Bevölkerungsschichten getragen - der Hauptzweck war, dass die, auch bei der schlankesten Frau, sich einschmuggelnden Fettröllchen überspielt wurden. Also!!! Absolut essentiell bei jeder Art von Damenkleidung!!!
14 verschieden lange Stäbchen (jedes in seinem handgenähten Täschchen) stützen an den entscheidenden Stellen - der aufgelegte Zuschnitt sieht aus wie die Explosionszeichnung einer Waschmaschine.

Jetzt der Reifrock - 7-13 Reifen waren üblich. Der verwendete Federstahl ermöglicht bequemes Tragen und wesentlich mehr Bewegungsfreiheit, als der heutzutage gern und oft benutzte Brautunterrock. Ganz davon abgesehen, dass die darüberliegenden Schichten formvollendet fallen und nicht bei jedem Schritt hochwippen oder bei seitlichem Druck den ganze Rock zur Seite gequetscht wird.

Darüber der Unterrock -
er darf sich nie über dem Reifrock ziehen oder spannen, sondern muss frei fallen und natürlich den darüberliegenden Rock schützen - zudem gibt er noch ein wenig Fülle auf die Hüften und bauscht den Rock am Saum noch etwas auf.
Je nach Jahreszeit und Wärmebedarf wurden bis zu 6 Unterröcke getragen.

Nun die Bluse aus Baumwollspitze, den Seidenrock dazu und das Ganze mit dem Kummerbund verbinden. So kann man sich auf jedem Südstaatenfest sehen lassen.

Oder aber ein Kostüm aus Seide mit Ärmeln aus Batist --- der Möglichkeiten sind viele und alle sehen sie gut aus, solange der Unterbau stimmt.

Mit einem kleinen Samtumhang mit breiten Bändern wird man auch für nicht so warme Tage ausgehfein.

Handschuhe, Schirmchen, Beutel und natürlich die entsprechende Frisur und Hüte vervollständigen das Bild und machen den Eindruck rund.

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